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reisebericht.

es war schon dunkel als wir im regen unsere straße fanden. es sollte die legazpi nummer acht werden, für zwei nächte. nach einem nachmittag in pamplona und circa 600 km Fahrt waren wir durchaus erleichtert einen Parkplatz in einer der nächsten Querstraßen gefunden zu haben. Der Hinweis eines hinter uns parkenden männlichen Wesens, dass es sich hier um eine Straße mit Anwohnerparkplätzen handele, ließ uns drei Sekunden in einer nachdenkenden Position verweilen, doch genauso schnell wieder auf unser gepäck konzentrieren. Billiger parken wird wohl eh nicht drin sein, war unser Gedanke. ich pinkelte an die blau-weiße baustellen-absperrung und nahm mein gepäck auf. es wurde ein weg von 3 minuten regen und 1/2 minuten treppe. roque, der zuverlässigste und einzige mitarbeiter dieses hostels, öffnete uns die tür. er erschien uns ein wenig verstrahlt, aber er bekam es ohne mühe hin, von jedem 30€ zu kassieren. tanja übernahm die schlüsselkaution, was sich im nachhinein als wahrer glücksgriff für sie herausstellte. wir bezogen unser fünfer appartment mit neun betten, von denen vier belegt waren. das ging ja gut los: jeder hat sein eigenes bett, hurra hurra. wir entspannten eine weile und stillten einige zeit darauf unseren hunger mit köstlichkeiten aus dem konsumparadies carrefour. jeder aß so gut er konnte, ich blieb bei einem halben brötchen, da mir die fünf durchaus leckeren, aber ebenso süßen brioche schwer im magen lagen. eine weile später wurde die gitarre geholt und ein paar shanties zum besten gegeben. doch die luft war bald raus. ich wollte ins bett, die mädchen und alberto wollten vorgehen. ich blieb noch ein wenig sitzen in der gesellschaft anderer hostel besucher, darunter zwei amerikanerinnen, von denen eine eine brille trug und die andere laut singen konnte. bei diesen beschreibungen werde ich es belassen, da ich mich weder an ihre namen erinnere, noch an weiteres äußeres. nennen wir sie brille und stimme. während stimme anfänglich hinter mir stand und mir wohl mein trommelfell und das meiner mitreisenden zerschmettern wollte, stand brille da - in ihrer hotpants an die tür gelehnt. die reihen lichteten sich. ich weiß nicht, was die uhr schlug, doch als ich sah, wie jana und henrike ganz aufgelöst im flur standen kam mir sofort eines in den sinn: da fickt jemand. fragt mich nicht, wie ich auf so eine abwegige idee kam, doch ich dachte es einfach. ich beendete mein lied und frug: was ist los? als antwort bekam ich zu hören: da fickt jemand. in unserem zimmer. jana, die bereits die häfte des weges in das zimmer-innere bestritten hatte, schaute in den spiegel vor sich und sah den hintern hinter sich. ein blanker frauenarsch, der sie stocken ließ. henrike stand wohl noch in der tür, doch auch sie war geschockt. sie lag oben, er unten. reiterstellung - wahrscheinlich probierten sie gerade was neues aus. soviel nacktes fleisch war zu viel für den moment, doch es sollte nicht das letzte für diesen abend gewesen sein. nun standen sie alle im flur und fachsimpelten darüber, wie voll der australier und die blonde wohl sein mögen. das ergebnis ist mir bis heute nicht bekannt. doch auch der fluraufenthalt sollte ein ende haben. etwas später unterbrach ich den engelsgleichen gesang von stimme mit einem gang ins zimmer. dort saß rike auf der couch und strahlte mich an - der wein wirkte. ich ging wieder in die küche, wo stimme und brille auf ein weiteres lied warteten. so verging der abend. stimme in der ecke am toaster, brille hinter mir am mikrowellenherd. plötzlich tauchte ganz unverhofft und mit riesigen augen roque wieder auf. er hatte seine beiden bongos mitgebracht und trommelte die nachbarn wach - nicht rhythmisch, aber laut. er sang einen mix aus für mich nicht verständlichen sprachen, aber ich glaube auch mal was spanisches vernommen zu haben. naja, eventuell redet man in seiner welt, in der er sich gerade aufhielt, auf diese seltsam obskure weise. auch dies weiß ich bis heute nicht. ich entschloss mich nach ein paar weiteren liedern in unser wohn-schlafzimmer zu gehen, mir den platz der befleckten liebe anzusehen und ein wenig mit den mädels zu trinken. ich setzte mich hinzu. es waren bereits weitere akteure am ort des geschehens. ein weiterer australier in blau, der stecher und ein anderer mit cap. alle redeten durcheinander. für uns wurde es zeit für's bett. für den blauen wurde es zeit zum strippen. so legte mr. cap den heißesten sound seiner ipod-anlage auf und der blaue begann vor tanjas bett damit, sich in regelmäßigen abständen seine shorts runterzuziehen. es kann sein, dass dies das balzverhalten der australier darstellt, aber tanja dachte nicht daran und hielt sich die augen zu. wahrscheinlich wollte sich der blaue auch mal gehörig reiten lassen, nur war die blonde leider schon viel zu voll, um aufrecht sitzen zu bleiben. bei tanja hatte er kein glück und so legte er sich nach einigen eskaparden mit der im schritt unwahrscheinlich stinkenden hausherrin, die nun auch zum ersten mal auf der bildfläche erschien, hin. diesmal war rike das opfer, denn sie hatte nun genau auf augenhöhe einen durchaus ansehnlich behaarten männerarsch liegen. das war zu viel - sie drehte sich um. ich ging auch ins bett. wir schliefen. ich wachte irgendwann auf und merkte, dass der australier unter jana schnarchte. ich wollte schon schreien, doch damit würde ich alle nur aufwecken. das wäre kein feiner zug, wie ich mir im stillen dachte. also sprang ich von meinem hochbett ohne leiter und legte ihm sein fußende der decke über den kopf. ruhe trat ein. ich schlief weiter. ich wachte wieder auf. es war ein wenig heller als beim ersten mal. es bewegte sich etwas unter mir. ich schaute nach unten und vor mir stand die blonde, die vorher gefickt wurde. sie war nackt. blond und nackt. ich dachte eigentlich die ganze zeit, dass ein typ unter mir schläft, aber in diesem moment sollte es mir egal sein, denn ich war müde. ich guckte noch circa zehn sekunden nach unten, bevor ich weiter schlafen konnte.
am nächsten morgen weckte ich alle und rike sprang auf, hatte einen ohrwurm, und diesmal war es sogar ein anderer als der jingle zum radiosender cuarenta principales. wir entschlossen zum auto zu gehen, um es gebührend umzuparken. im regen und gesenkten hauptes bestritten wir den weg. als wir ankamen, sah ich hoch und meine knie schlackerten. henrike, unser auto ist weg, sagte ich in einem tonfall, der vom weinen nicht weit entfernt war. sie lachte und meinte, es sei eine straße weiter. doch nein - ich erkannte sie wieder, die baustellenabsperrung, an die ich noch eine nacht zuvor pinkelte. rike sagte: stimmt. sie lachte. ich musste mich erst einmal auf eine absperrung setzten. und sie lachte. dann erkannten wir, dass es sich keineswegs um einen anwohnerbereich handelte. es handelte sich eindeutig um einen radweg, auf dem wir geparkt hatten. zurück im hostel hatten wir den verdacht, dass uns niemand glauben schenken würde, denn wir lachten nun beide. doch der ernst der lage wurde ihnen bewusst, als wir es zum wiederholten male kund taten. lange rede, kurzer sinn: ab zur polizei. wir entschlossen nicht das auto zu nehmen. zu fuß dort angekommen wieß uns der freundliche polizist in seinem klar genuschelten spanisch den weg. er zeichnete uns in einer stadtkarte den aufbewahrungsort ein. als andenken schrieb er uns eine zahl darauf: 153,17€. an dieser stelle möchte ich nicht weiter auf sie eingehen. wir gingen also zum auto. tanja hat mit ihrer aussage, dass wir nun wenigstens einen stadtplan hätten, ein wenig optimismus in die sache gebracht. und sie hatte durchaus recht, denn er sollte uns viele wege durch san sebastian weisen. wir holten das auto ab und fuhren in ein parkhaus. dort, so hofften wir, würde es nicht abgeschleppt werden, denn wir haben ja das parkticket. wir erkundeten nun die stadt. lernten neben der bucht direkt an der altstadt gelegen auch diverse cafés kennen. sollte es für heute alles gewesen sein? wir trauten dem frieden nicht so ganz. doch der tag verlief zum erstaunen aller gut, außer der dinge, die alberto tanja von zeit zu zeit und ganz unverhofft an den kopf warf. doch wir waren härteres gewohnt. beispielsweise einen leeren öltank kurz nach abfahrt. es näherte sich der abend. wir kauften lebensmittel, oder auf den punkt gebracht: alkohol für die nacht. zurück im hostel wurde uns die mafiose art des establishment bewusst. das auto zweier franzosen und jenes der australier wurde ebenfalls abgeschleppt. sicherlich kassiert roque ordentlich privision für jedes auto um sich abend für abend abzuschießen. doch dies mögen nur spekulationen sein. auf in die nacht - jana und rike hatten mit einer literflasche martini bianco gewaltig einen im tee. tanja griff auf ihr bier zurück. ich ebenso. wir starteten in die nacht. es ging zu beginn zum tapas essen. danach entschlossen sich rike und jana zu einer spontanpirouette, die insofern ihre besonderheit offenbarte, als dass henrike von jana angsprungen wurde und sich erstere dann wild im kreis drehte. doch leider hatten sie vorher wenig zeit zum proben gehabt und so endete ihre lokale premiere auf der stufe einer gegenüberliegenden bar. beide wussten nicht mehr, wie sie dort hin kamen, doch beide stellten wider erwarten fest, dass es nicht bequem war. im laufe des abends gingen wir von bar zu bar - in begleitung meines freundes christoph, der uns vom hostel abgeholt hatte und nur auf surfbesuch in san sebastian war. sukzessive entschieden sich die teilnehmer der lustigen runde dazu, sich ins hostel zu begeben. alberto war der erste. rike und ich die zweiten bzw dritten. es folgten später in der nacht nummer vier bis sieben. ich fand christoph und seinen kollegen, jan, im flur mit tanja und jana wieder. tanja erzählte mir, dass man sie beraubt hätte. zum zweiten mal innerhalb von drei wochen - geld weg, ec- und krankenkarte weg, ausweis weg. ich musste lachen. wie lustig die reise doch war, denn immer wurde gelacht. uns wurde am nächsten morgen bewusst, dass wir unserem nuschelnden freund von der polizei wohl einen weiteren besuch abstatten mussten. dies taten wir, dann gingen wir zu strand. genossen die sonne und das panorama der stadt, bevor wir sie abends mit dem auto voller öl und tanjas 10€ schlüsselmaut-rückerhalt verließen.

die ähnlichkeit der charaktere zu lebenden personen ist nicht beabsichtigt. für diesen text kamen keine tiere zu schaden.
14.5.08 23:14





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